AMBULANTES BETREUTES WOHNEN



Das Ambulante Betreute Wohnen für abhängigkeitskranke Menschen ist eine Weiterentwicklung der Eingliederungshilfen gem. §§ 39, 40 BSHG, § 55 SGB IX und § 53 SGB XII mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen (hier: Abhängigkeitserkrankung gem. ICD 10-F.10-F.19, F.50) ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und zu sichern.

Es ist als ein am Bedarf der betreuten Person orientiertes und verbindlich vereinbartes Betreuungsangebot zu verstehen, daß sich auf ein breites Spektrum an Hilfestellungen im Bereich des Wohnens bezieht und der beruflichen und sozialen Integration dient. Es handelt sich um ein gemeindeintegriertes Hilfeangebot, das der betreuten Person ein selbst bestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung in Herne ermöglicht.

Aufnahmebedingungen: Voraussetzung für eine Aufnahme ist die Motivation des Klienten, sich mit den Möglichkeiten/Hilfen des Betreuten Wohnens einen Rahmen für eine suchtmittelfreie und sozial abgesicherte Zukunft erarbeiten und aufbauen zu wollen.

Dies meint im einzelnen:

  • Bereitschaft zum Aufbau von tragfähigen suchtmittelfreien Kontakten/Beziehungen (Netzwerkarbeit)
  • Bereitschaft zur Auseinandersetzug mit den gesellschaftlichen Normen und Werten
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion (d.h.: realistische Selbsteinschätzung und Einschätzung der Realität)

Betreuungsleistungen sind u.a. einzelfallbezogene Hilfeleistungen wie

Einzelbetreuung/Beratung: Für den Klienten steht eine psychosozial tätige Fachkraft zur Verfügung. Sie ist in der Regel verantwortlich für den Ablauf der Betreuung und die Betreuungsplanung.

Krisenintervention: Grundsätzlich ist es Aufgabe des Betreuten Wohnens in krisenhaften bzw. als krisenhaft erlebten Situationen interventiv tätig zu werden.